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Das Naturschutzgebiet "Nebeltal"

Die Gegend um Kuchelmiß gehört zur mecklenburgischen Großseenlandschaft. Sie ist während der letzten Eiszeit entstanden. Dabei lag der Eisrand nördlich des Krakower Sees und hinterließ nach dem Abtauen die Endmoräne. Sie hat ein hügelig- kuppiges Relief und ist durch wechselnde Bodenarten auf kleinsten Raum sowie Steinstreuungen und große Blöcke gekennzeichnet. Das Schmelzwasser floss zuerst nach Südwesten und hinterließ Rinnen. Später, vor ca. 10.000 Jahren, floss das Wasser nach Norden ab und hat sich dabei in die Endmoräne eingegraben und das Nebeldurchbruchstal geformt.

Die Nebel ist eines der fischreichsten und saubersten Fließgewässer Mecklenburgs. Sie Entspringt im Malkwitzer See im Landkreis Waren, durchfließt eine Seenkette, mündet nahe Dobbin in den Krakower Obersee und verlässt den Krakower See bei Serrahn in nordöstlicher Richtung. Von hier bis Klueß ist die Nebel auf einer Länge von ca. 20 km als Naturschutzgebiet sichergestellt worden. Danach durchfließt sie Güstrow und mündet bei Bützow in die Warnow. Zwischen Serrahn und Kuchelmiß ist ein Teil des Durchbruchstals für den Tourismus erschlossen. Die Nebel hat hier den Charakter eines Gebirgsbaches mit Geröllstrecken, Gesteinsbrocken, umgestürzten Bäumen und steilen Ufern. Auf einer Länge von 4 km hat sie ein Gefälle von 14 m. Zwischen den Gefällstrecken liegen stark mäandrierende Flussabschnitte, eingebettet in Bruchwälder und Wiesen, die sehr artenreich sind Bisher wurden 29 einheimische Fischarten im Fluss gefunden, darunter seltene Arten wie Bachneunauge, Schmerle, Steinbeißer und Elritze. Seltene Schmetterlinge, Libellen Fließwasserinsekten und Muscheln haben hier ihren Lebensraum. Eisvogel, Gebirgsstelze und Wasseramsel sowie der Fischotter leben am Gewässer. Der aufmerksame Wanderer kann viele Naturbeobachtungen machen und eine schöne Landschaft erleben. Am schönsten ist es, wenn man die romantische Landschaft bei einer Kremscherfahrt genießt. Eine Fahrt mit der Kutsche oder dem Kremser wird zum unvergesslichen Erlebnis.

 

Wanderroute durch das Durchbruchstal bis zur Wassermühle Kuchelmiß (5,8 km)

Die Wanderung beginnt zwischen dem Nebelwehr und dem Ort Serrahn.

Der Eingangsbereich der Wanderroute ist mit einer Infotafel und einem Hinweis-Schild mit gelbem Kreis gekennzeichnet. Auch der Internationale Wander-Weg E9A, erkennbar am blauen Balken, liegt auf dieser Route.

Ein schmaler Waldweg führt Sie nach 700 m zu einer Brücke. Nun können Sie das Nebeldurchbruchstal auf der linken oder rechten Flussseite bewandern. Nach 800 m treffen Sie auf den Jägersteg, der über die Nebel führt.

Dann folgen Sie dem ausgeschilderten gelb gekennzeichneten Wanderweg links der Nebel entlang bis hin zu den Karpfenteichen. Beide kann man umwandern. Am oberen Karpfenteich finden Sie einen Turmhügel mit einer Infotafel.

Nach 100 m in Richtung Wassermühle befindet sich der Schlosspark mit herrlichem Baumbestand. Hier stand bis 1945 das Schloss der Familie von Hahn. Ihr Weg führt Sie dann weiter vorbei an der Steinbrücke hin zu dem Forellenteich. Gegenüber liegt auf einem Hügel der Marstall. Dort entsteht ein Vogel- und Freizeitpark. Nach etwa 350 m haben Sie Ihr Wanderziel erreicht, die Wassermühle Kuchelmiß, ein technisches Denkmal mit Museum und Wasserturm. Hier können Sie auch einen kleinen Imbiss zu sich nehmen.<td><a href="baustelle.html"

 

Wassermühle Kuchelmiß

Im Nebeldurchbruchstal bei Kuchelmiß befindet sich eine alte Wassermühle von 1558. Neu errichtet wurde sie nach einem Sturmschaden 1751. Das Wasserrad wurde schon 1866 durch eine Turbine ersetzt, das gesamte Mahlwerk wurde Jahre später nochmals erneuert und 1911 mit neuem Mühlenzubehör ausgestattet. Seit 1980 wurde die Mühle als technisches Denkmal der Gemeinde umfassend restauriert und bietet in drei Stockwerken die Vorstellung über die Umwandlung des Getreidekorns in Schrot und Mehl. Die ehemalige Müllerwohnung wurde mit vielen Einrichtungsgegenständen der alten Müllersfamilie wieder hergestellt. Gesellenkammer, mühlentechnische Anlagen und die Funktionsräume wie Sackkammer, Werkstatt und Generatorenraum sind auch zu besichtigen. Nahe der Mühle befindet sich der Wasserturm, der das Schloss, die Mühle und den Marstall mit Trinkwasser versorgte. Das Wasser wurde von der Nebel in den Turm gepumpt und gespeichert. Der Turm kann selbst nur von außen besichtigt werden, Teile der Wasserleitung und der Pumpe sind noch erhalten. Ebenfalls auf der Mühleninsel befindet sich eine kürzlich restaurierte Mühlenscheune, die für Feiern und als Begegnungsstätte genutzt wird. Eine neu angelegte Fischtreppe sowie ein neuer steinerne Brotofen befinden sich ebenfalls auf dem Gelände.


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